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Aegeri on Ice, Fondue Chinoise und erster Schnee

Ich auf Schlittschuhen? Das könnte entweder ein Video für "Pleiten, Pech und Pannen" (like wer's noch kennt) werden oder zu einem Haufen Verletzungen führen, bei mir und den anderen Schlittschuh-Läufern! Von daher war schnell klar, dass es wohl besser sein würde, wenn wir in der Fondue-Hütte spielen und uns nicht aufs Glatteis führen lassen.


So langsam stimmen die Temperaturen endlich mit der Jahreszeit überein. Bei unserer Ankunft waren es doch nur noch knackige 6 Grad draussen und das Eisfeld prall gefüllt. Erst mal vorfahren und die versprochenen Parkplätze suchen... was sich schwieriger gestaltet als gedacht. Dann halt mal das Bandmobil irgendwo hinstellen und den/die Verantwortlichen finden. Die Empfangsdame weiss dann schon mal nix von Parkplätzen, zeigt uns dafür wo wir spielen und wo wir vorher essen können. Das ist ja ebenfalls wichtig, sehr wichtig sogar! Ihr Kollege verrät mir dann, wo wir die Autos abstellen können. Eine ordentliche Zufahrt zum Aegeri-Stübli gibt es leider nicht und unseren ganzen Plunder durch das Gewusel aus Kindern auf Schlittschuhen und den am Eisfeld stehenden/trinkenden Eltern tragen, wollen wir nicht. Also einmal mehr: Plan BeeE! Hinten ran fahren und alles über die Brüstung heben. Das gibt Muskeln (oder Rückenweh, dazu kommen wir jedoch später). Dann Aufbau und Soundcheck. Draussen knackige 6 Grad, drinnen wohlige 24 Grad (gefühlt). Kurzer Schockmoment: Urbi hat seinen In-Ear-Empfänger im Proberaum liegen gelassen (d.h. er wäre sozusagen blind auf den Ohren beim spielen heute abend). Zum Glück habe ich ein Ersatzgerät dabei, somit teilen wir uns brüderlich eine Funkstrecke. Wir sind ja schon gross (also ich jedenfalls) und vernünftig (keiner von uns), das wird schon irgendwie gehen.


nach dem Soundcheck ziehen wir uns in den Backstage-Bereich zurück, d.h. uns wurde extra ein Tisch in den Schlittschuh-Verleih-Raum gestellt, damit wir dort in Ruhe essen können. MenU heute: Freie Auswahl aus der Karte... Tja dann, ohne zu zögern entscheiden wir vier (auch heute wieder mit am Start: Vivi! Und Nico, unser Ton-Techniker für heute Abend) uns für das Fondue-Chinoise. Und keine zehn minuten später rückt die Küchenbrigade an und zaubert uns ein opulentes Mahl auf den Tisch! Hut ab! das ging ruck-Ruck-Zack-Zack (wie eine gewisse Person aus meinem persönlichen Umfeld zu sagen pflegt). Die Portionen sind reichlich und lecker onehin. Können wir also empfehlen. Und während wir drinnen am essen waren fing es draussen an zu schneien, herrlich!


Der eigentliche Konzertbeginn ist auf 21 Uhr angesetzt. Da es Uns um 20 Uhr aber bereits etwas langweilig ist, fragen wir mal die Empfangsdame, ob wir auch schon früher loslegen dürften; wir hören dafür auch später auf. Sie gibt uns das OK für 20.30 Uhr, da dann der letzte Schichtwechsel bei den Tischreservationen ansteht. Danach dürfen wir loslegen. Gesagt - getan! Um 20.30 Uhr machen wir uns bereit und legen los... und aber halloooooo!!! War das Publikum bereit oder war das Publikum seeeeehr bereit! (Bereit, nicht breit, das kommt später). Schon Ab dem zweiten Song waren die Hände oben, die Mädels am tanzen und die Party im vollen Gange. Das hatten wir auch noch selten! Und so ging es den ganzen Abend weiter. Es wurde Gewünscht, gefeiert, getanzt, Gesungen und Getrunken, also volles 5G! Und darum wurde für einmal weniger Blödsinn gelabert, sondern nur noch Song um Song abgefeuert. Und nach kurzweiligen 3,5 Stunden ohne eine Pause war es bereits 24 Uhr und der Abend offiziell zu ende. OK, wir liessen uns noch zu zwei Zugaben hinreissen, danach war jedoch endgültig feierabend. Meine Stimmbänder hatten sich unterdessen auch schon Bettwärts verabschiedet.

Danach haben Vivi und ich noch ein kleines Schnäppschen mit den Anwesenden vernichtet (Urbi, wo warst du eigentlich?) bevor wir uns auf den Heimweg machten. Was für n'geiler Abend! Die Strafe folgte dann am nächsten Tag. Habe ich mich am Abend noch energiemässig wie ein flotter 35jähriger gefühlt, suchte ich am Sonntag verzweifelt das Tram, welches mich in der Nacht überrollt haben musste. Den ganzen Plunder über die Brüstung heben (und am Schluss auch alles wieder runter) war wohl doch zuviel für meinen armen Astralbody. Tja, da muss wohl meine Masseurin mal wieder ran und die Wirbel an die passenden Stellen zurück drücken. Thai Thai Thai sozusagen...

P.S. ein spezieller Dank geht heute raus an die edlen Spender, welche uns per TWINT eine Spende zukommen liessen. Wir haben die Topfkollekte jetzt nämlich digitalisiert, Details findet ihr auf unseren Wunschlisten an den nächsten Konzerten. In diesem Sinne: jetzt geht es ab Richtung Weihnachts-Show-ho-ho... wir sehen uns!


Eure Tschuttelinos

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